evidenzbasierte leitlinien
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2021 ◽  
Vol 29 (4) ◽  
pp. 352-356
Author(s):  
Paula Friedrichs ◽  
Kerstin Schmidt

Zusammenfassung Im Rahmen eines Scoping Reviews wurden internationale, evidenzbasierte Leitlinien, die für die Primär-, Sekundär- oder Tertiärprävention von Diabetes mellitus relevante Handlungsempfehlungen enthalten, identifiziert und qualitativ bewertet. Die Ergebnisse geben zum einen Aufschluss über die Qualität der identifizierten Leitlinien und zum anderen einen Überblick über die in ihnen veröffentlichten evidenzbasierten Handlungsempfehlungen zur Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus hinsichtlich Präventionsart, Diabetes-Typ und Zielgruppe.



2021 ◽  
Vol 29 (2) ◽  
pp. 81-84
Author(s):  
Gertrud M. Ayerle ◽  
Elke Mattern ◽  
Theresa Oganowski ◽  
Rainhild Schäfers ◽  
Sabine Striebich

Zusammenfassung Das 9. Nationale Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“ und evidenzbasierte Leitlinien fordern die Förderung der physiologischen Geburt. Das RCT „Be-Up: Geburt aktiv“ untersucht die Wirkung eines alternativ gestalteten Gebärraums auf die Rate vaginaler Klinikgeburten. Die Umsetzung des RCT und die Rekrutierung von 3.800 Studienteilnehmerinnen sind nur durch die Teilnahme der 17 Be-Up-Kliniken möglich. Die Ergebnisse werden für Klinikpersonal, Entscheidungsträger und die Hebammenwissenschaft von Interesse sein.



Author(s):  
Thomas Platz

ZusammenfassungEvidenzbasierte Leitlinien, die entweder von einer Fachgesellschaft (S2e-Leitlinien) oder fachgesellschaftsübergreifend (S3-Leitlinien) erstellt werden, verbinden mit hoher Entwicklungsqualität die derzeit beste verfügbare externe Evidenz (Studienlage) mit daraus abgeleiteten Empfehlungen für die klinische Praxis. Bei einer fachgesellschaftsübergreifenden Entwicklung werden die Empfehlungen zudem in einem strukturierten Konsensusverfahren formal konsentiert. Sie generieren damit für Kliniker eine hohe Sicherheit, bei ihren Entscheidungen den Stand der Wissenschaft adäquat zu berücksichtigen. Basierend auf der Leitlinienentwicklungsmethodik der Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaften (AWMF), haben sich die DGN und DGNR auf Standards der Umsetzung der Leitlinienentwicklungsmethodik für die Evidenzbasierung ihrer Leitlinien verständigt, die hier dokumentiert werden. Dem Leser und Nutzer von evidenzbasierten Leitlinien machen sie verständlich, welche inhaltlich-methodischen Aspekte zu berücksichtigen sind, wenn aus der Datenlage aus klinischen Studien Praxisempfehlungen abgeleitet werden sollen.



2019 ◽  
Vol 82 (01) ◽  
pp. 50-58
Author(s):  
André Kratzer ◽  
Linda Karrer ◽  
Nikolas Dietzel ◽  
Franziska Wolff ◽  
Manuela Hess ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Demenz ist in der Regel eine lebenslimitierende Erkrankung. Dennoch fehlen derzeit evidenzbasierte Leitlinien für eine angemessene Palliativversorgung von Menschen mit Demenz (MmD). Ein Grund hierfür ist der Mangel an belastbaren empirischen Daten zu MmD in der letzten Lebensphase. Ziel dieser Untersuchung ist daher, Symptombelastung, Inanspruchnahme des Gesundheitssystems sowie Todesumstände von MmD in der letzten Lebensphase zu beschreiben. Methodik Der Bayerische Demenz Survey (BayDem) war eine multizentrische Längsschnittstudie, die in 3 Regionen Bayerns (Dachau, Erlangen, Kronach) durchgeführt wurde. Teilnehmende waren MmD nach ICD-10 sowie deren pflegende Angehörige. Die Verlaufsdaten wurden in standardisierten, persönlichen Interviews vor Ort erhoben. Es erfolgte ein 1:1-Propensity Score Matching zwischen verstorbenen und nicht verstorbenen MmD. Zur statistischen Analyse wurden McNemar-Tests sowie t-Tests für verbundene Stichproben verwendet. Ergebnisse In der vorliegenden Analyse wurden 58 im Studienzeitraum verstorbene und 58 nicht verstorbene MmD untersucht (n=116). In den meisten Fällen sind MmD zuhause (36,2%), im Krankenhaus (25,9%) oder im Alten-/Pflegeheim (19,0%) verstorben, nie im Rahmen einer Palliativversorgung. Todesursachen waren meist Komplikationen des respiratorischen Systems (13,8%), kardiovaskuläre Komplikationen (12,1%) sowie Schlaganfälle (12,1%). MmD in der letzten Lebensphase wiesen stärker ausgeprägte körperliche Komorbiditäten auf als die übrigen MmD (Charlson-Index: M=2,75 vs. M=1,80; p=0,030, Cohen’s d=0,425) und wurden dementsprechend häufiger in ein Krankenhaus eingewiesen (46,6 vs. 12,1%, p<0,001, OR=6,250) und in einer Notaufnahme (22,4 vs. 3,4%, p=0,007, OR=6,500) behandelt. Psychische und Verhaltensauffälligkeiten waren stark ausgeprägt (NPI-Wert: M=31,67 vs. M=24,77, p=0,118, Cohen’s d=0,303). Ambulante Angebote wurden jedoch selten in Anspruch genommen. Schlussfolgerungen Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, evidenzbasierte Leitlinien für eine angemessene, den speziellen Bedürfnissen von MmD in der letzten Lebensphase entsprechende, Palliativversorgung zu entwickeln. Die starke Ausprägung an psychischen und Verhaltensauffälligkeiten sollte dabei ebenso wie die stark ausgeprägten körperlichen Komorbiditäten berücksichtigt werden. Angesichts häufiger Krankenhausaufenthalte sollte zudem ein Fokus auf die Entwicklung fachlicher Empfehlungen für den stationären Bereich (Akutkrankenhaus, Palliativstation) gelegt werden.



2018 ◽  
Vol 143 (07) ◽  
pp. 453-458
Author(s):  
Andrei Todica ◽  
Roland Ladurner ◽  
Christine Spitzweg

Was ist neu? „Active Surveillance“ beim papillären Mikrokarzinom (PTMC) Entgegen früherer Empfehlungen wird in aktuellen Leitlinien eine weitere Abklärung von Schilddrüsenknoten mittels Feinnadelpunktion nicht mehr bei Knoten < 1 cm empfohlen, um eine Überdiagnostik der häufigen und sich meist indolent verhaltenden PTMC zu vermeiden. Daten aus prospektiven Untersuchungen aus Japan und den USA belegen außerdem, dass bei sorgfältig selektierten Patienten mit PTMC ein „Active Surveillance“-Ansatz in Erwägung gezogen werden kann, bei dem die chirurgische Therapie mit kurativem Ansatz erst dann erfolgt, wenn sich ein signifikanter Progress zeigt. Anpassung der Therapie mit individualisierter Risikostratifizierung Unter Verwendung verschiedener von internationalen Fachgesellschaften vorgeschlagener Risikostratifizierungssysteme werden international eingeschränkt radikale chirurgische Therapieverfahren und ein restriktiverer Einsatz der Radiojodtherapie bei Patienten mit Niedrig-Risiko-DTC empfohlen sowie eine risikoadaptierte Individualisierung der Schilddrüsenhormonsubstitutionsdosis. Ein weiteres international mittlerweile breit akzeptiertes Werkzeug zur Risikostratifizierung der Therapie beim DTC ist die dynamische Risikoanpassung nach R. Michael Tuttle, die eine Neueinschätzung des Risikos im Verlauf auf dem Boden des therapeutischen Ansprechens erlaubt. Unter Berücksichtigung der internationalen Leitlinien werden auch in Deutschland derzeit aktuelle interdisziplinäre evidenzbasierte Leitlinien für die Diagnostik und Therapie von DTC erstellt. Systemische Therapie beim Radiojod-refraktären DTC Angesichts der Nebenwirkungsprofile der molekular gezielten Therapien wird auch nach der Zulassung von Sorafenib und Lenvatinib bei begrenzter Tumorlast, asymptomatischer Erkrankung und stabilem Krankheitsverlauf neben der Ausschöpfung anderer nebenwirkungsärmerer palliativer Therapieverfahren primär eine „Watch-and-Wait“-Strategie empfohlen. Molekular gezielte Therapien werden erst dann in Erwägung gezogen, wenn ein signifikanter Progress bei hoher Tumorlast vorliegt und eine Watch-and-Wait-Strategie nicht mehr sinnvoll ist.



2017 ◽  
Vol 76 (2) ◽  
pp. 102-103
Author(s):  
A. Zink ◽  
B. Hellmich




2016 ◽  
Vol 23 (2) ◽  
pp. 117-122
Author(s):  
Johannes Gutsch ◽  
Marcus Reif ◽  
Boris Müller-Hübenthal ◽  
Peter F. Matthiessen


2014 ◽  
Vol 42 (04) ◽  
pp. 263-271 ◽  
Author(s):  
L. Rohwedder ◽  
M. Alef

ZusammenfassungDas schnelle Erkennen eines Herz-Kreislauf-Stillstandes ist entscheidend für die Überlebenschancen eines Patienten. Jeder nicht ansprechbare und nicht atmende Patient sollte als potenziell reanimationspflichtig angesehen werden. Eine Überprüfung seiner Vitalfunktionen darf nicht länger als 5–10 Sekunden dauern. Im Zweifel sollte umgehend eine qualitativ gute Thoraxkompression erfolgen (Frequenz 100–120 Kompressionen/Minute, Kompressionstiefe ein Drittel bis Hälfte des Thoraxdurchmessers, vollständige Entlastung des Thorax, keine Unterbrechung, Wechsel der durchführenden Person nach 2 Minuten). Weiterhin sollte der Patient schnellstmöglich intubiert und beatmet werden. Dabei wird eine Beatmung mit 10 Atemzügen/Minute und einem Atemzugvolumen von 10 ml/kg angestrebt. Zu den erweiterten Maßnahmen gehören die Überwachung (Elektrokardiogramm, endexspiratorische Kohlendioxidkonzentration), das Legen eines intravenösen oder intraossären Zugangs, die Gabe von 02-, Opioidund/ oder Benzodiazepin-Antagonisten sowie die herzrhythmusabhängige Therapie zur Wiederherstellung einer spontanen Zirkulation. Bei Asystolie und pulsloser elektrischer Aktivität wird Adrenalin in einer Dosierung von 0,01 mg/kg alle 3–5 Minuten appliziert (alternatives Dosierungskonzept: 0,1 mg/kg Adrenalin). Atropin kommt bei einem aufgrund eines erhöhten Vagotonus entstandenen Herz-Kreislauf-Stillstandes und Bradykardie zur Anwendung (0,04 mg/kg alle 3–5 Minuten). Bei Kammerflimmern und pulsloser ventrikulärer Tachykardie stellt eine Defibrillation das Mittel der Wahl dar. Besteht dazu keine Möglichkeit, ist die Gabe von Amiodaron (5 mg/kg) oder Lidocain (2 mg/kg) indiziert. Während der Reanimation wird eine inspiratorische Sauerstoffkonzentration von 100% empfohlen, nicht jedoch die routinemäßige Verabreichung einer Infusion. Nach der Rückkehr der spontanen Zirkulation ist eine Intensivtherapie erforderlich. Sie umfasst neben einer intensiven Überwachung die Optimierung der hämodynamischen Situation durch Infusionstherapie, Vasopressoren und inotropen Arzneimitteln sowie die Normalisierung des pulmonalen Gasaustausches und die Neuroprotektion.



Pflege ◽  
2013 ◽  
Vol 26 (3) ◽  
pp. 177-190
Author(s):  
Gero Langer ◽  
Marianne Siller ◽  
Waltraud Tappeiner

In Südtirol wurden Leitlinien mit zwei verschiedenen Vorgehensweisen erstellt: die eigenständige Erstellung einer Pflegeleitlinie zur Mundpflege mittels GRADE sowie die Adaptation der NICE-Leitlinie zur Thromboseprophylaxe. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile: bei der eigenständigen Erstellung identifiziert sich die Leitliniengruppe eher mit den Inhalten, der Aufwand ist allerdings um ein Vielfaches größer als bei der Adaptation und Ergänzung bestehender (methodisch hochwertiger) Leitlinien. Andererseits gibt es nur eine überschaubare Anzahl hochwertiger Pflegeleitlinien, wie eine umfangreiche Recherche ergab. Die Projekterfahrungen in Südtirol zeigen außerdem, dass Pflegeleitlinien für eine 1:1-Übertragung in die Praxis eher nicht geeignet scheinen, da fast die Hälfte der Pflegenden die Leitlinie – trotz Kenntnis der Inhalte – nicht in der Praxis umsetzt. Entsprechend wurden zur Förderung der Umsetzung der Pflegeleitlinien multimodale Interventionen auf allen Ebenen der Organisation durchgeführt. Dazu gehörten die Einbindung des Managements über Zielvereinbarungen sowie die Schulung und aktive Beteiligung der Nutzer(innen) bei der Entwicklung von anwenderfreundlichen Instrumenten.



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