kardiovaskuläre mortalität
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2021 ◽  
Vol 25 (09) ◽  
pp. 366-370
Author(s):  
Markus van der Giet

ZUSAMMENFASSUNGEine optimale Blutdruckeinstellung ist essenziell, um langfristig kardiorenovaskuläre Schäden zu verhindern und um die kardiovaskuläre Mortalität der Patienten zu reduzieren. Viele blutdrucksenkende Medikamente wurden in den letzten Jahrzehnten sehr erfolgreich entwickelt. Patienten müssen diese z. T. für viele Jahre einnehmen, daher erwartet man von den Medikamenten eine sehr hohe Langzeitsicherheit. Das bedeutet, dass es auch nach Jahrzehnten nicht zu unangenehmen Folgeschäden wie v. a. Krebserkrankungen kommen darf. Denn es gab immer wieder Hinweise, dass bestimmte Medikamente wie Thiaziddiuretika oder auch ACE-Hemmer (ACE: „angiotensin converting enzyme“) das Wachstum spezifischer Krebserkrankungen ggf. steigern oder auch die Entstehung von Tumoren auslösen können. Dieser Beitrag fasst den aktuellen Stand zu Langzeitsicherheit bzw. -nebenwirkungen der typischen Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer, Sartane, Kalziumantagonisten, Beta-Blocker und Diuretika zusammen.



2021 ◽  
Vol 19 (07) ◽  
pp. 304-310
Author(s):  
Christiane Erley ◽  
Anett Hotzwik

ZUSAMMENFASSUNGDie diabetische Nephropathie stellt in Deutschland nach wie vor eine der Hauptursachen für eine terminale Niereninsuffizienz dar. Ca. 40 % der an Diabetes Erkrankten entwickeln einen Nierenfunktionsverlust. ⅓ der Dialysepatienten sind Diabetiker. Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Rauchen und Adipositas begünstigen die Manifestation einer Nephropathie und steigern die Progression der Niereninsuffizienz sowie das Risiko ein kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden und frühzeitig zu versterben. Die histopathologische Einteilung der diabetischen Nephropathie ist von prognostischer Bedeutung. Ein besseres Verständnis der Pathophysiologie, der Einfluss genetischer und nichtgenetischer Faktoren auf die Entstehung und Progression der diabetischen Nephropathie lassen neue Therapieansätze entstehen mit dem Ziel, die Progression der diabetischen Nephropathie und die darunter deutlich höhere kardiovaskuläre Mortalität zu beeinflussen.



2021 ◽  
Vol 10 (03) ◽  
pp. 240-244
Author(s):  
Detlef Bernd Gysan ◽  
Roman Pfister ◽  
Martin Bansmann ◽  
Alev Kalkan ◽  
Volker Latz ◽  
...  

ZusammenfassungDeutschlandweit werden über 20.000 Patienten in integrierten Herzinsuffizienz-Versorgungsmodellen betreut (Bundesverband Niedergelassener Kardiologen, persönliche Kommunikation, 16. Juli 2020). Durch eine damit einhergehende, leitliniengerechte Pharmakotherapie und regelmäßige Kontrolluntersuchungen lässt sich die Lebensqualität von herzinsuffizienten Patienten deutlich verbessern. Darüber hinaus lassen sich Krankenhauseinweisungen und daraus resultierend Kosten für die Krankenversicherungen minimieren. Eine enge Kooperation (in einem Netzwerk) zwischen Klinikkardiologen, niedergelassenen Kardiologen und Hausärzten ermöglicht eine optimale Herzinsuffizienz-Behandlung in allen Herzinsuffizienz-Schweregraden. Integrierte Versorgungmodelle wie CorBene oder KardioExpert tragen dazu bei, neben einer optimalen Patientenbetreuung, wissenschaftliche Auswertungen vorzunehmen und harte Endpunkte wie Re-Hospitalisierung oder kardiovaskuläre Mortalität zu reduzieren. Das hier vorgestellte KHAD-Modell (Kölner Herzen Atmen durch") ist ein integriertes Versorgungsmodell in dem die aktuellen Leitlinienempfehlungen zur poststationären Versorgung von Herzinsuffizienzpatienten in der Region Köln umgesetzt werden sollen. Fast allen Krankenkassen unterstützen das Modell. Es nehmen alle Kölner Krankenhäuser und einige der niedergelassenen Kölner Kardiologen teil, um eine optimale Herzinsuffizienz-Versorgung gewährleisten zu können. Solche Modelle für eine Herzinsuffizienz-Betreuung könnten in allen deutschen Großstädten praktiziert werden. Zum Wohle der Patienten, zur Einsparung von Potenzialen bei den Krankenkassen, für eine angemessene Honorierung der behandelnden Ärzte und zur Entlastung der Krankenhäuser – ein Gewinn für unsere Patienten und alle Beteiligten im Gesundheitssystem.



2020 ◽  
Vol 35 (04) ◽  
pp. 147-147

Naghshi S et al. Dietary intake of total, animal, and plant proteins and risk of all cause, cardiovascular, and cancer mortality: systematic review and dose-response meta-analysis of protective cohort studies. BMJ 2020; 370: m2412 Proteinreiche Diäten sind populär. Sie sollen helfen, Übergewicht zu vermeiden, die Muskelmasse zu erhalten und kardiometabolische Parameter günstig zu beeinflussen. Eine Metaanalyse zeigte nun, dass insbesondere Proteine aus pflanzlichen Quellen sowohl die allgemeine als auch die kardiovaskuläre Mortalität senken können.



Pneumologie ◽  
2019 ◽  
Vol 73 (06) ◽  
pp. 347-373
Author(s):  
H. Schulz ◽  
S. Karrasch ◽  
G. Bölke ◽  
J. Cyrys ◽  
C. Hornberg ◽  
...  

ZusammenfassungDer zweite Teil des DGP-Positionspapiers zur Gesundheitsgefährdung durch Luftschadstoffe gibt eine Übersicht über die aktuelle Schadstoffbelastung in Deutschland und deren Entwicklung in den letzten 20 Jahren. Zum anderen werden die Effekte auf das kardiovaskuläre System und die zugrundeliegenden biologischen Mechanismen vorgestellt. Luftschadstoffe bilden ein hochkomplexes und dynamisches System aus Tausenden organischen und anorganischen Bestandteilen natürlichen oder anthropogenen Ursprungs. Die Schadstoffe werden lokal produziert oder durch Ferntransport über Hunderte von Kilometern regional eingebracht und dort zusätzlich durch die meteorologischen Verhältnisse modifiziert. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben wird die Qualität der Außenluft nach einheitlichen Vorgaben überwacht, die u. a. die Messung der Immission durch Feinstaub, mit bis zu 2,5 µm (PM2.5) oder bis 10 µm (PM10) aerodynamischem Durchmesser, sowie der Ozon (O3)- und der Stickstoffdioxidbelastung (NO2) vorsieht. Die Luftreinhaltungsmaßnamen haben dazu geführt, dass die Schadstoffbelastung in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland deutlich zurückgegangen ist, sodass jetzt v. a. die Gesundheitsgefährdung bei geringer Belastung im Vordergrund steht. Überschreitungen der geltenden europäischen Grenzwerte für Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Benzol und Blei werden nicht mehr beobachtet. Auch ist die Zahl der Tage mit erhöhten Ozonkonzentrationen zurückgegangen, wenngleich der Jahresmittelwert unverändert geblieben ist. Die Entwicklung von Feinstaub und NO2 ist zwar rückläufig, jedoch werden immer noch die geltenden Grenzwerte für NO2 in den Städten an etwa 40 % der verkehrsnahen Messstationen überschritten. Auch werden die strengeren, gesundheitlich abgeleiteten Richtwerte der WHO für PM2.5, PM10 sowie für NO2 nicht eingehalten, sodass für die deutsche Bevölkerung derzeit kein optimaler Schutz vor einer Gesundheitsgefährdung durch Luftverschmutzung gegeben ist. Die Ergebnisse zahlreicher Quer- und Längsschnittstudien der letzten Jahrzehnte unterstreichen die adversen Effekte der Luftschadstoffe, insbesondere des Feinstaubes, auf das kardiovaskuläre System, wenngleich die Evidenz für die einzelnen Endpunkte noch als unterschiedlich einzustufen ist. Die Studien zeigen auch, dass die kardiovaskulären Auswirkungen von größerer gesundheitlicher Bedeutung für die Bevölkerung sind als die auf den Atemtrakt. Die existierende Evidenz für die kardiovaskuläre Mortalität, Krankenhauseinweisungen, ischämische Herzerkrankungen bzw. Herzinfarkt und Apoplex kann als stark angesehen werden, dagegen ist diese für die Herzinsuffizienz eher moderat. Während die Evidenz für luftschadstoffassoziierte kurzfristige Effekte auf die vegetative Balance des Herzens als ausreichend anzusehen ist, sind langfristige Effekte noch als unklar einzustufen, ebenso wie die heterogenen Studienergebnisse zur luftschadstoffassoziierten Arrhythmogenese, die derzeit eine klare Schlussfolgerung noch nicht zulassen. Ein großer Teil der Studien deutet darauf hin, dass Luftschadstoffe akut und langfristig zum Anstieg des Blutdrucks beitragen können, zu einer gestörten vaskulären Homöostase mit endothelialer Dysfunktion führen sowie die Progression atherosklerotischer Veränderungen fördern können. Diese Effekte stellen biologisch plausible Mechanismen für die mit Luftschadstoffen assoziierten fatalen Ereignisse dar. Kurzzeiteffekte bergen womöglich für gesunde Menschen eher kein Risiko, können aber als plausibler Vorläufer von fatalen Ereignissen bei suszeptiblen Patienten angesehen werden, während repetitive Expositionen bzw. eine hohe Langzeitbelastung zur Entwicklung von kardiovaskulären Erkrankungen auch bei Gesunden beitragen können.



2019 ◽  
Vol 17 (01) ◽  
pp. 17-25
Author(s):  
Sus Herbosch

ZusammenfassungSeit Jahren finden sich in der Literatur genügend Argumente, dass das „böse“ Cholesterin (LDL-C) ein Märchen ist. Vielmehr gilt es als sicher, dass extrem tiefe LDL-C-Werte bei Patienten über 60 Jahren die kardiovaskuläre Mortalität erhöhen. Über die Folgen von extrem hohen „guten“ HDL-C-Werten wurde bisher kaum berichtet. Dabei kam es schon 2006 zu dem Torcetrapib-Debakel. Erst 11 Jahre später bestätigt eine Studie, dass extrem hohes HDL-C gefährlich sein kann. Diese Rolle des HDL-Cholesterins wird unter folgenden Gesichtspunkten dargestellt:▪ Lipide und Lipoproteine zeigen einen alters- und geschlechtsabhängigen Verlauf.▪ HDL-C hat einen abweichenden Verlauf und zeichnet sich durch seine Korrelation mit dem Nervensystem sowohl als Marker für Neurotoxizität (Alkohol) als auch für neuropsychische Probleme aus.▪ Beitrag des PROTEOMIS-Serumprofils.▪ Richtwerte für neuropsychische Indikatoren sowie therapeutische Maßnahmen.





2018 ◽  
Vol 22 (03) ◽  
pp. 128-133
Author(s):  
Christopher Gohlisch ◽  
Markus van der Giet

ZusammenfassungBlutdruckprobleme sind beim Dialysepatienten ein alltägliches Problem. Während wir mittlerweile sehr gut wissen, welche Ziele wir in der Blutdrucktherapie beim nierengesunden Patienten anstreben, so sind die entsprechenden Zielwerte für Dialysepatienten deutlich weniger klar. Durch das terminale Versagen der Niere erscheint der kardiovaskuläre Risikofaktor Hypertonie entschärft zu werden, da andere, urämiebedingte Risikofaktoren für die kardiovaskuläre Mortalität dominanter werden. Darüber hinaus ändert sich die Blutdruckregulation bei Dialysepatienten erheblich. In der vorliegenden Übersicht wird zusammengefasst, wann und wie bei Dialysepatienten der Blutdruck gemessen werden sollte. Außerdem werden neben den möglicherweise zu erreichenden Blutdruckzielen auch die derzeit bekannten Behandlungsstudien zusammenfassend dargestellt.



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