positive familienanamnese
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2021 ◽  
Vol 78 (3) ◽  
pp. 145-148
Author(s):  
Christian Monnerat ◽  
Michaël Dobbie

Zusammenfassung. Eine positive Familienanamnese für Mammakarzinom oder / und Ovarialkarzinom ist der Hauptrisikofaktor einer Frau, selbst an einem Mammakarzinom (oder / und Ovarialkarzinom) zu erkranken. Eine detaillierte Auswertung der Familienanamnese durch den Onkogenetiker erlaubt die Indikation für einen Gentest zu stellen. Die in der Schweiz verwendeten Kriterien zur Testung sind genau festgelegt. Hochrisiko-Frauen lassen sich durch den Nachweis einer pathogenen Mutation eines für Brust- und Eierstockkrebs prädisponierenden Gens wie BRCA1 oder BRCA2 identifizieren. Die Betreuung der Mutationsträgerinen muss gemäss internationalen Empfehlungen erfolgen.



2020 ◽  
Vol 8 (3) ◽  
pp. 109-110
Author(s):  
Evgenia Makrantonaki

Hidradenitis suppurativa (HS) ist eine chronisch entzündliche Hautkrankheit, die vorwiegend an Hautarealen auftritt, die viele apokrine Drüsen aufweisen, unter anderem im axillären, inguinalen, genitalen, und submammären Bereich. Die Prävalenz von HS zeigt eine signifikante Variabilität in epidemiologischen Studien und liegt zwischen 0,03% und 4%. Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf, Männer-Frauen Ratio 1:2 bis 1:5. Das durchschnittliche Alter bei Erstmanifestation liegt bei 23 Jahren [<xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>]. Ein Drittel der HS Patienten gibt eine positive Familienanamnese an und die Erkrankung weist einen autosomal-dominanten Erbgang auf. Zu den häufigsten Komorbiditäten der HS gehören unter anderem Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Spondylarthropathie und metabolisches Syndrom [<xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>]. Genetische Prädisposition, endokrinologische Störungen, dysregulierte erworbene Immunität, bakterielle Superinfektion, Rauchen und Adipositas gehören zu den begünstigenden Faktoren [<xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>]. Eine begrenzte Anzahl von Studien hat sich auf die Analyse molekularer Profiländerungen auf Gen- und/oder Proteinebene konzentriert [<xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>]. Die betroffenen Signalwege sind hauptsächlich mit Inflammation assoziiert, einschließlich Zelladhäsion, Diapedese und Extravasation sowie Signal- und Kommunikationswegen für Immunzellen [<xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>]. Im Artikel von Constantinou, Fragoulis und Nikiphorou wird die aktuelle Evidenz zu Verbindungen zwischen HS und Autoimmun- und Infektionskrankheiten mit einem Schwerpunkt auf Epidemiologie und Pathophysiologie untersucht.



2020 ◽  
Vol 2 (4) ◽  
pp. 156-157
Author(s):  
Evgenia Makrantonaki

Hidradenitis suppurativa (HS) ist eine chronisch entzündliche Hautkrankheit, die vorwiegend an Hautarealen auftritt, die viele apokrine Drüsen aufweisen, unter anderem im axillären, inguinalen, genitalen, und submammären Bereich. Die Prävalenz von HS zeigt eine signifikante Variabilität in epidemiologischen Studien und liegt zwischen 0,03% und 4%. Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf, Männer-Frauen Ratio 1:2 bis 1:5. Das durchschnittliche Alter bei Erstmanifestation liegt bei 23 Jahren [<xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>]. Ein Drittel der HS Patienten gibt eine positive Familienanamnese an und die Erkrankung weist einen autosomal-dominanten Erbgang auf. Zu den häufigsten Komorbiditäten der HS gehören unter anderem Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Spondylarthropathie und metabolisches Syndrom [<xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>]. Genetische Prädisposition, endokrinologische Störungen, dysregulierte erworbene Immunität, bakterielle Superinfektion, Rauchen und Adipositas gehören zu den begünstigenden Faktoren [<xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>]. Eine begrenzte Anzahl von Studien hat sich auf die Analyse molekularer Profiländerungen auf Gen- und/oder Proteinebene konzentriert [<xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>]. Die betroffenen Signalwege sind hauptsächlich mit Inflammation assoziiert, einschließlich Zelladhäsion, Diapedese und Extravasation sowie Signal- und Kommunikationswegen für Immunzellen [<xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>]. Im Artikel von Constantinou, Fragoulis und Nikiphorou wird die aktuelle Evidenz zu Verbindungen zwischen HS und Autoimmun- und Infektionskrankheiten mit einem Schwerpunkt auf Epidemiologie und Pathophysiologie untersucht.



2017 ◽  
Vol 44 (10) ◽  
pp. 733-741
Author(s):  
Jana Becker ◽  
Mareike Geffken ◽  
Rolf Diehl ◽  
Peter Berlit ◽  
Markus Krämer

Zusammenfassung Einführung Eine Vielzahl von Erkrankungen können das Bild einer Multiplen Sklerose (MS) imitieren. Bei der Erstdiagnose der MS wird der Ausschluss von Differenzialdiagnosen gefordert. Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie empfehlen die Analyse von 13 obligaten und 9 fakultativen Laborparametern. Zu den obligaten Empfehlungen gehören die Bestimmung der antinukleären Antikörper (ANA) und der Antikörper gegen Doppelstrang-DNS (ds-DNA-AK). Methodik In der Kohorte einer MS-Ambulanz wurden diejenigen Datensätze ausgewertet, bei denen zumindest teilweise die empfohlenen Laborparameter analysiert wurden. Daneben wurden MRT-Daten, Familienanamnese, klinische Präsentation, evozierte Potenziale und Liquorbefunde erfasst. Prospektiv wurde ein Fragebogen zu differenzialdiagnostisch relevanten rheumatologischen Symptomen eingesetzt. Ergebnisse Von 554 Patienten, die sich mit Verdacht auf MS in einer MS-Ambulanz vorstellten, waren bei 197 Patienten zumindest teilweise die differenzialdiagnostisch geforderten Laborparameter analysiert worden. Bei 124 Patienten konnte eine MS bestätigt werden. Bei 117 Patienten (59 %) des Gesamtkollektivs mit 197 Patienten waren die ANA mit mindestens einem Titer von 1:80 auffällig. Von den 124 MS-Patienten hatten 68 (55 %) einen positiven ANA-Titer von mindestens 1:80. Weder ANA noch ANCA oder ds-DNA-AK konnten zwischen MS und Nicht-MS unterscheiden. MS-Patienten mit einem positiven ANA-Titer von 1:80 litten häufiger an Autoimmunerkrankungen und hatten eine positive Familienanamnese für MS. Von den 73 Patienten ohne MS waren 49 (67 %) ANA-positiv. In dieser Patientengruppe waren die ANA-positiven Patienten häufiger psychiatrisch erkrankt. Bei den befragten Patienten mit einem ANA-Titer > 1:160 war innerhalb von durchschnittlich 1,9 Jahren keine rheumatologische Erkrankung diagnostiziert worden. Zusammenfassung In Anlehnung an die amerikanischen „choosing wisely“-Empfehlungen für rheumatologische Erkrankungen erscheint ein obligates breites Laborscreening bei der Erstdiagnose der Multiplen Sklerose ohne konkrete differenzialdiagnostische Verdachtsdiagnose nicht sinnvoll.



2016 ◽  
Vol 36 (02) ◽  
pp. 103-107 ◽  
Author(s):  
Alexander Bauer ◽  
Verena Limperger ◽  
Ulrike Nowak-Göttl

ZusammenfassungDie chronische Niereninsuffizienz (chronic kidney disease; CKD) stellt einen bekannten Risikofaktor für die Entwicklung einer arteriellen und venösen Thromboembolie (TE) dar. Das Risiko für eine TE ist bei moderat eingeschränkter Nierenfunktion ca. 2,5-fach erhöht und steigt mit zunehmender Insuffizienz auf etwa das 5,5-Fache. Vergleicht man Patienten mit einer chronischen Niereninsuffizienz mit Patienten, die zusätzlich folgende Risikofaktoren aufweisen, erhöht sich das TE-Risiko erheblich: CKD und arterielle Thrombose: OR 4.9, CKD und maligne Grunderkrankung: OR 5.8, CKD und chirurgischer Eingriff: OR14.0; CKD und angeborene Thrombophilie (OR 4.3).Die Behandlung der terminalen Niereninsuffizienz besteht in Dialyse, Peritonaldialyse und Nierentransplantation. Bei allen Verfahren sind thromboembolische Komplikationen beschrieben. TEs, insbesondere aber Katheter-assoziierte Thrombosen oder Shuntverschlüsse treten in bis zu 25% der Dialysepatienten auf. Die Inzidenz einer Nierenvenenthrombose als Komplikation nach Nierentransplantation – verbunden mit hoher Wahrscheinlichkeit eines Organverlustes – wird mit 2–12% angegeben.Da TE häufig multifaktoriell bedingt sind, erscheint ein generelles Screening auf Thrombophilie in diesem Patientenklientel nicht indiziert. Ein Screening sollte diskutiert werden bei Patienten, die entweder TEs vor Auftreten ihrer Nierenerkrankung entwickelt haben oder die eine positive Familienanamnese hinsichtlich VTE aufweisen. Auch Patienten, die unter Dialyse oder nach Transplantation multiple TEs erleiden und solche, die auf der Warteliste für eine Nierentransplantation (insbesondere Lebendspende) stehen, sollten hinsichtlich Thrombophilie untersucht werden.



2013 ◽  
Vol 33 (04) ◽  
pp. 223-228
Author(s):  
R. Max ◽  
N. Blank

ZusammenfassungDie hereditären periodischen Fiebersyndrome sind durch periodisch auftretende muskuloskelettale Symptome und stark erhöhte Serumspiegel von C-reaktivem Protein und Serum-Amyloid-A charakterisiert. Das familiäre Mittelmeerfieber wird zumeist bei Patienten mit türkisch-armenischer Herkunft diagnostiziert und mit Colchicum behandelt. Bei Unwirksamkeit von Colchicum oder Kontraindikationen gegen Colchicum kann eine Therapie mit Anakinra oder anderen gegen Interleukin-1 gerichteten Medikamenten erfolgen. Genetische Mutationen können auch bei Patienten ohne positive Familienanamnese nachgewiesen werden, da die Eltern asymptomatische Träger einer autosomal rezessiven Erkrankung sein können. Andere Fiebersyndrome wie TRAPS, CAPS und HIDS müssen abgegrenzt werden, da eine Therapie mit Colchicum bei diesen Erkrankungen unwirksam ist. Das Risiko für eine Amyloidose ist bei allen unbehandelten periodischen Fiebersyndromen deutlich erhöht. Die AA-Amyloidose beginnt mit einer Mikroalbuminurie und führt ohne Therapie zu einem nephrotischen Syndrom und einer terminalen Niereninsuffizienz. Das Amyloidoserisiko kann nur durch eine suffiziente Kontrolle der systemischen Entzündung minimiert werden.



2010 ◽  
Vol 01 (06) ◽  
pp. 283-283
Author(s):  
Christine Vetter

Eine positive Familienanamnese gilt als starker Risikofaktor für ein Prostatakarzinom, da bei direkten Anverwandten der Patienten überproportional häufig ebenfalls ein Prostatakarzinom festgestellt wird. Doch der vermeintliche Zusammenhang täuscht und ist wohl zumindest teilweise durch einen Bias bei den epidemiologischen Erhebungen bedingt. Das legt eine Untersuchung von Ola Bratt et al. aus Helsingborg (J Natl Cancer Inst 2010; 102: 1–8) nahe.



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